Kulturbeutel nimmt Stellung


Hallo liebe Freunde des Kulturbeutel Blumberg,

In der Samstags-Ausgabe des Schwarzwälder Boten und des Südkurier vom 10. Oktober 2015 war jeweils ein ganzseitiger gleichlautender Beitrag über die vorausgegangene Gemeinderatssitzung und deren Gespräche bezüglich Kulturbeutel abgedruckt. Leider sehen wir uns in diesem Artikel nicht nur Missverstanden sondern auch mit falschen Interpretationen konfrontiert. Wir haben daraufhin den Schwarzwälder Boten und den Südkurier gebeten, freundlicherweise einen Artikel mit unserer Stellungnahme zu veröffentlichen. Leider wurde dieser dann für die folgende Dienstags-Ausgabe maßgeblich in der Größe gekürzt. Um die Fragen dennoch ausführlich zu beantworten, veröffentlichen wir hier nochmals den Original-Artikel, welcher an die beiden Zeitungen gesendet wurde: 

Blumberg. Ist der Kulturbeutel Blumberg eine Konkurrenz zu den Musikvereinen? Nein sagen die Vorstände. Es gehe um eine Vervollständigung des kulturellen Angebots, wobei sie unterstreichen, dass sie mit dem Verein als rechtlichem Rahmen, ehrenamtlich städtische Veranstaltungen organisieren.

13 000 Euro Mittel im kommenden Haushalt für kulturelle Veranstaltungen, die das Potenzial zur Kostendeckung haben und vom Kulturbeutel Blumberg organisiert werden. So der Beschluss des Gemeinderates in seiner vergangenen Sitzung (wir berichteten in unserer Samstagausgabe). Kulturträger in der Stadt, etwa die Musikvereine, sehen das durchaus kritisch, wie aus der Wortmeldung des Randener Stadtrates Dietmar Schweigler zu entnehmen war. In der Diskussionen vor der Entscheidung gab es einige Missverständnisse und ebenso in der Berichterstattung der Tageszeitungen, weshalb sich die Vorstände des Kulturbeutel dazu entschlossen haben, dazu Stellung zu nehmen. 

„Offenbar gibt es einige Missverständnisse bezüglich des Vereins“, so Volker Schmid, zweiter Vorstand. „Es geht faktisch nicht um einen Zuschuss zum Verein. Hier wurde leider falsch beziehungsweise unvollständig berichtet.“. Jürgen Gasper ergänzt: „Der Kulturbeutel arbeitet kostendeckend und unsere Vereinskasse ist im Plus. Vielmehr geht es um ein Budget für städtische Veranstaltungen. Dem Verfasser des Artikels in der Samstagausgabe ist dieser Umstand offenbar entgangen.“ 

Die ehrenamtlichen Mitglieder des Kulturbeutel Blumberg übernehmen freiwillig die vollständige Organisation städtischer Veranstaltungen und tun das im Rahmen ihres Vereins. Tatsächlich kann man in der Vereinssatzung unter www.kulturbeutel-blumberg.de nachlesen, dass der Zweck des Kulturbeutels ausschließlich die Organisation von solchen Veranstaltungen ist. Die Stadt Blumberg kommt damit auch dem öffentlichen Auftrag zur Förderung von Kultur nach. Daher versucht der Kulturbeutel für die Stadt Blumberg ein möglichst breit gefächertes Programm zu organisieren, ohne in Konkurrenz zu den Veranstaltungen der lokalen Vereine zu treten. So waren bereits Kabarett und anspruchsvolles Theater ebenso im Programm wie eine Rocknacht, der Volksmusiker Sascho Avsenik oder der hervorragende Gitarrist Peter Horton. 

Zu den Aufgaben des Vereins gehört, neben den Verhandlungen mit den Künstlern, auch deren Unterbringung, die unentgeltliche Erstellung von Werbematerialien, Zeitungsanzeigen, Homepage und Facebook-Werbung sowie die volle persönliche Mitarbeit bei allen Auf- und Abbauarbeiten sowie der Bewirtung. So unterstützt der Schwarzwälder Bote im Bereich der Werbung als exklusiver Medienpartner den Kulturbeutel. „Rechtlich ist aber immer die Stadt Blumberg der Veranstalter. Dort werden die Veranstaltungen übrigens auch abgerechnet“, so Schmid. 

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, benötigt der Kulturbeutel ein vorgegebenes jährliches Budget, bis zu welchem die Stadt maximal belastet werden darf. „Natürlich ist es unser Ziel möglichst kostendeckende Veranstaltungen durchzuführen. Doch gerade bei qualitativ höherwertigen Veranstaltungen ist eine kostendeckende Ausrichtung nicht immer möglich“, so Gasper. Das kann sogar durchaus beabsichtigt sein. So war seitens der Stadt beim Street-Art-Festival eine Veranstaltung ohne Eintritt gewünscht. Auch diese wurde durch den Kulturbeutel Blumberg organisiert und aus dem städtischen Budget finanziert. Mit Ausgaben aber eben ohne Einnahmen, wie auf der veröffentlichten Vereinsbilanz zu sehen ist. 

„Wir freuen uns, dass die Stadt und der Gemeinderat uns das nötige Vertrauen entgegen bringen. Wir arbeiten jetzt seit drei Jahren unentgeltlich und ohne einen Gewinn aus Veranstaltungen auf unser Vereinskonto zu buchen. Wir tun das gerne, aber nicht wenn wir dafür gescholten werden“, so Schmid. 

Die nächste Veranstaltung des Kulturbeutel Blumberg ist bereits in der Vorbereitung. Am 7. November gastiert der Sänger und Gitarrist Axel Deyda mit "Groovy acoustic music at its best!" auf der Straussenfarm in Blumberg-Riedöschingen.